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Innerhalb der vergangenen Handelswoche verlor der Deutsche Aktienindex rund sechs Prozent an Wert. Die Unsicherheit über die Zukunft Griechenlands lastet auf der Stimmung der Investoren. Nachdem der DAX in der vorherigen Woche noch oberhalb der Marke von 6300 Punkten notierte, beendete der Leitindex den Xetra-Handel am Freitagnachmittag bei 5966 Zählern. Zwischenzeitlich rutschte das Börsenbarometer sogar auf 5762 Punkte ab. Am heutigen Samstag wird der DAX außerbörslich bei 5996 Zählern gesehen.
Auch die Wall Street schloss die vergangene Woche mit Verlusten ab, jedoch fielen diese vergleichsweise gering aus. Der Dow Jones beendete den Handel mit 11.983 Punkten nur knapp unter der 12.000er-Marke. Der marktbreite S&P 500 verabschiedete sich mit 1253 Zählern ins Wochenende, was einem Minus von 32 Punkten gleichkommt.
Die angespannte Lage in der europäischen Währungsunion wird schon durch die Anzahl der politischen Spitzentreffen deutlich: In den vergangenen beiden Wochen gab es gleich fünf Gipfel hintereinander. Auch wenn das zwischenzeitlich kommunizierte Referendum Griechenlands nun doch nicht kommen wird, sind weitere Ungewissheiten sehr wahrscheinlich. Kein Wunder, dass das Chaos in der griechischen Hauptstadt für viel Wirbel an den Aktienmärkten sorgte.
Die Stimmung auf dem Börsenparkett in Frankfurt wurde zusätzlich von enttäuschenden Industriedaten eingetrübt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Aufträge in der deutschen Wirtschaft im Monat September um 4,3 Prozent zurückgegangen. Damit verzeichneten die Auftragseingänge den stärksten Rückgang seit Januar 2009.
Kaufrausch bei deutschen Solarwerten
Abgesehen von der Schuldenkrise sorgten in der vergangenen Woche vor allem die deutschen Solarwerte für Schlagzeilen. Die Aktien der stark angeschlagenen Branche verzeichneten teilweise extrem starke Kurssprünge. Hintergrund ist eine kritische Aussage des US-Präsidenten Barack Obama bezüglich der Wettbewerbspraktiken chinesischer Solarunternehmen. Chinas Solarfirmen seien hoch subventioniert und fluteten den internationalen Markt mit Billigprodukten, hieß es. Einige Unternehmen fordern nun Strafzölle von über 100 Prozent auf Billigimporte aus der Volksrepublik.
Anteilsscheine des im TecDAX gelisteten Solarunternehmens Q-Cells verteuerten sich auf Wochensicht um satte 112 Prozent. Auch die Aktien anderer Solarfirmen sprangen deutlich an.
Großes Internet-IPO in den USA geglückt
Man fühlt sich fast ein bisschen an den Internet-Hype zur Jahrtausendwende erinnert: Am Freitag feierte das Internetunternehmen Groupon einen fulminanten Börsenstart in New York. Die erst drei Jahre alte Firma, die über ihre Internetseite Schnäppchenangebote vertreibt, sammelte am Kapitalmarkt 700 Millionen Dollar ein - deutlich mehr als zuvor erwartet wurde. Die Groupon-Aktien wurden zu 20 Dollar ausgegeben und schlossen am Freitagabend bei 26,11 Dollar. Innerhalb des Handelstages notierte die Aktie im Hoch sogar bei 31,14 Dollar.
Autor: Bernd Raschkowski
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